Foto Arbeitsgemeinschaft, Hof
Volkshochschule Hof-Stadt

Das Dunkelfeldprinzip



ist ein optischer Effekt, der in der Mikroskopie genutzt wird. Aufgrund des Dunkelfeldprinzips erscheint ein unterbelichtetes Negativ vor einem dunklen Hintergrund Positiv.
Entdeckt hat des John Herschel im Jahr 1839.    1792-1871
Damals wurde die Fotografie entdeckt und es war alles nur schwarzweiss und vor allem im Negativ, aber Herschel entdeckte bei besonderem Licht, diesen nach ihm benannten Effekt.
Die Zeit damals war voller neuer Erkenntnisse. Die Fotografie entstand langsam, die ganze Wissenschaft und Astronomie und Technik erwachte sozusagen. Es muss wohl eine ähnliche Empfindung gewesen sein, wie es uns ging, als wir die Mondlandung oder die Entstehung des Computers und des Internet miterleben durften.
Die Dunkelfeldmikroskopie ist bereits seit über 250 Jahren als Variane der Lichtmikroskopie bekannt.

Das Objekt wird mit einem dunklen Hintergrund abgebildet, sodass sich die beobachteten Strukturen hell abbilden.

Dieser Satz war die Entdeckung von Herschel:

Objekte vor dunklem Hintergrund werden hell abgebildet, vor hellem Hintergrund dunkel.

Bei normaler Auflichtbeleuchtung ist eine optische Kontrasterhöhung fast nicht erreichbar, da das Licht ja immer alles platt macht. Aber das kennen wir ja aus der Fotopraxis.
Im Gegensatz zur Dunkelfeldfotografie ist die Hellfeldfotografie, bzw. Mikroskopie. die Mikroskopie war auch der Antrieb diese besondere Technik zu entwickeln, da die Ojekte, z.B. Blutzellen, meist sehr transparent und auch sehr wenig Kontrast zeigen, die meisten sind sogar durchsichtig. Bei normaler Hellfeldbeleuchtung überstrahlt alles und die Bildinformation ist dadurch nicht so leicht zu erkennen.

Das besondere an der Beleuchtung besteht darin, das Objekte nicht nur Licht absorbieren, sondern auch einen Teil der Lichtstrahlen ablenken.
Wenn wir also die Beleuchtung so einstellen, dass die direkten Lichtstrahlen am Objektiv vorbeigehen, sieht der Betrachter nur das abgelenkte Licht.
Der eigentliche Effekt der hinter diesen Beobachtungen steht, ist der sogenannte Tyndall-Effekt. Er besagt, dass Licht an kleinen Teilchen abgelenkt wird. Dieses konnten wir schon alles bewusst beobachten, wenn z.B. die Sonne in einen abgedunkelten Raum strahlt und wir plötzlich sehen, wieviel Staub in der Luft innerhalb des Lichtstrahls zu sehen ist.

Normalerweise ist ja das Licht selbst unsichtbar, erst wenn es irgendwo reflektiert wird, sagen wir es sind Lichtstrahlen, aber in Wirklichkeit ist es die Reflektion an kleinen Nebel, oder Staubteilchen oder was sonst noch zur Lichtstreuung führen kann. Der Effekt ist nach seinem Entdecker John Tyndall benannt, der die Streuung von Licht in Lösungen untersucht hat. John Tyndall lebte von 1820 bis 1893 in Irland.
Tyndall hatte durch seine Lehrtätigkeit auch guten Kontakt zu Michael Faraday, was das Gesamterständniss der Zusammenhänge in vielen gemeinsamen Gesprächen förderte. Farady beschäftigte sich mit elektromagnetischen Induktionen und legte den Grundstein für die Elektroindustrie.

Einige von uns machen sogar oft vom Tyndall-Effekt gebrauch und benutzen es zur Bildgestaltung.
Wir stellen uns ein Bild vor, dass Sonnenstrahlen eine Nebelbank durchbrechen. Jeder von uns hat schon diese Lichtstimmung bewundert und einige wenige haben dies auch gekonnt fotografiert. Unser Robert Skubacz ist hier der absolute Könner im entdecken solcher "Lichtfelder".
In unserem Umfeld kommt dieser Effekt auch zum Einsatz und zwar z.B. in einem Rauchelder. Dadurch ist es möglich die Lichtstreuung zum Nachweis kleinster Rauchteilchen zu nutzen, indem die Lichtstreuung als messbares Ereignis den Rauchalarm auslösen soll.
Aber auch in uns selber ist dieser Effekt vorhanden. Im Augenwasser sind oft Schwebeteilchen, die wir als kleine wandernde Punkte sehen können. Das Lichtspiel in einem Opal beruht darauf, dass Licht gestreut wird und Interferenzen entstehen - ähnlich denen eines Ölflecks bei Licht betrachtet in den sich alle Farben abbilden können.

Die Fotos von unserem Emile mit den Seifenblasen kennen wir ja alle. Hier ist dieser Effekt besonders schön zu sehen. Durch die Streuung des Lichtes werden die Farben erst sichtbar. An den Rändern die dem Licht zugewandt sind, bricht sich das Licht. Diese Erscheinung ist auch bei Fotos zusehen, in deren Bild eine scharfe Linie  zu sehen ist.
Oft wird es fälschlicherweise einer falsch korrigierten Optik zugeschrieben. Aber das Licht bricht sich an der Kante und dadurch entsteht der Farbsaum.
Kurzwelliges Licht wird auch viel stärker gestreut als langwelliges. Deshalb sind die Farbsäume ja auch blaugrün.

Soviel sollte erstmal genug sein.

Die Foto Ag wünscht "gut Licht"